2️⃣ HSP-Verständnis
Diese Arbeit folgt keiner Idee von „Optimierung“.
Sie folgt einer Idee von Verständnis und Klarheit: Was ist gerade los – und was ist dafür der passende Rahmen?
Hochsensibilität: kein Defekt, sondern genetisches Persönlichkeitsmerkmal
Hochsensibilität ist keine Krankheit und keine Störung, obwohl sehr ungünstge Umweltbedingungen und großes Unverständnis durchaus zu Störungen im psychischen und physischen Bereich führen können.
Sie bedeutet häufig: mehr Wahrnehmung, mehr Verarbeitung, mehr Resonanz.
Das kann eine Ressource sein – und zugleich belastend werden, wenn Druck, Tempo und Erwartungen dauerhaft zu hoch sind. Dann geht es selten um „mehr Disziplin“, sondern um Regulation, Struktur und Dosierung.
Stress- und Alarmreaktionen: Schutz statt Schwäche
Wenn der Körper in bestimmten Situationen auf Alarm schaltet, ist das selten ein Charakterproblem.
Oft ist es ein Schutzprogramm: eng werden, erstarren, Rückzug, Überanpassung, „Kopf leer“.
Diese Reaktionen verdienen Respekt.
Nicht, weil sie angenehm sind – sondern weil sie ursprünglich eine Funktion hatten.
Veränderung heißt hier nicht: sich „zusammenreißen“.
Veränderung heißt: das System darf neu reagieren.
Klarheit vor Methode
Methoden sind Werkzeuge – keine Identität.
Entscheidend ist zuerst die Einordnung:
- Worum geht es im Kern?
- Was ist im Moment stabil genug?
- Was braucht Sicherheit, was braucht Abstand, was braucht Struktur?
Erst danach wird sichtbar, welche Vorgehensweise sinnvoll ist.
Coaching first – Therapie als Sicherheits- und Komfort-Netz
In der Regel beginnt die Zusammenarbeit im Coaching:
klar strukturiert, alltagsnah, zeitlich überschaubar.
Wenn sich zeigt, dass ein Thema mehr Stabilisierung oder einen therapeutischen Schutzrahmen benötigt, wird das offen angesprochen. Dann kann – klar getrennt – ein therapeutischer Rahmen passend sein.
Wichtig ist die Trennung:
Coaching und Therapie werden nicht vermischt, sondern transparent eingeordnet.
Passung als Qualitätskriterium
Wirksamkeit entsteht nicht nur über Kompetenz, sondern über Passung.
Deshalb wird vor Beginn strukturiert geprüft, ob fachliche Zuständigkeit und menschliche Stimmigkeit gegeben sind.
Wenn kein klares inneres Ja entsteht, wird nicht begonnen.
Diese Klarheit schützt Erwartungen, Zeit und Energie auf beiden Seiten.
Sicherheitsprinzip
In dieser Arbeit gilt:
- Sie müssen nichts erzählen, was sich nicht stimmig anfühlt.
- Tempo und Abstand bleiben regulierbar.
- Wenn „Stopp“, dann Stopp.
Ruhig zu arbeiten ist kein Stilmittel.
Es ist Teil der Sicherheit.
In einem Satz
Diese Arbeit ist ruhig, klar und traumasensibel –
mit Verständnis statt Pathologisierung, mit Struktur statt Druck, und mit Respekt vor dem, was das System bisher getragen hat.
Kennenlerngespräch per ZOOM(kostenfrei)
Ruhiger ErstkontaktStandorte: Potsdam / Stahnsdorf · Online möglich
Ruhig. Klar. Traumasensibel.


